Gewässerraumausscheidung nach Artvorkommen
Gewässerraumausscheidung nach Artvorkommen
Projektbeschreibung
Bisher wurden für die Ausscheidung der Gewässerräume die Vorkommen von Tier- und Pflanzenarten wie Libellen, Wildbienen oder Amphibien nicht berücksichtigt. Die Fachstelle Naturschutz des Kantons Zürich hat die IMPULS AG beauftragt, für die Gewässerraumausscheidung ausserhalb des Siedlungsgebietes eine Methode zu entwickeln, die aufgrund der bekannten Tier- und Pflanzenvorkommen eine Erhöhung des Gewässerraums empfiehlt, beziehungsweise eine Prüfung vorsieht. Dazu wurden verschiedene Vorgehensweisen und bekannte Methoden (z.B. Modellierung der Ökologischen Infrastruktur) verglichen und hinsichtlich ihrer technischen Umsetzbarkeit und fachlichen Inhalte bewertet. Die daraus resultierende Bestvariante wurde für den gesamten Kanton Zürich modelliert. Hierfür wurde eine Artenliste erarbeitet, für welche basierend auf fachlichen Grundlagen (Artwert Kanton Zürich, Einschätzungen BAFU für Prioritäre Arten, Expertenbefragung, Gilden der Ökologischen Infrastruktur etc.) eine Gewässerraumerhöhrung geprüft werden soll. Die Vorgehensweise wurde systematisch dokumentiert. Dies gewährleistet die Nachvollziehbarkeit sowie allfällige Anpassungen und künftige Aktualisierungen der Methodik.
Als Ergebnis liegt eine für den Kanton Zürich spezifische Artenliste vor, die künftig bei der Gewässerraumausscheidung berücksichtigt wird. Ebenso eine entsprechende GIS-Modellierung, welche die Artnachweise und Gewässerräume visualisiert und quantifiziert sowie eine Dokumentation der Methodik.
Ausgeführte Tätigkeiten
- Systematischer Vergleich und Bewertung bestehender und unterschiedlicher Vorgehensweisen, fachliche Beratung für Variantenentscheidung
- Methodenentwicklung fachlich (Biologie) und technisch (GIS)
- Datenanalyse und Auswertung grosser Datensätze nach spezifischen Kriterien für alle Artvorkommen des Kantons Zürich
- Fachliche Selektion von Zielarten für Gewässerraumausscheidung
- GIS-Modellierung (Erstellung von Models zur Abfrage von räumlichen Bezügen und Berechnung diverser Kenngrössen)
- Systematische Dokumentation der Methodik sowohl fachlich wie auch technisch (GIS-Modellierung)
Gelbbauchunke, Libellen und Co. profitieren vom Schutz der Gewässerräume. Eine spezifische Verbreiterung des Gewässerraums ist durch unsere Modellierung mittels Fundmeldungen möglich.

Ausschnitt aus dem Modell zur Auswahl der gewässergebundenen Arten im Kanton Zürich.
Kontakt
Biologin MSc
Hauptdienstleistungen im Projekt
Weitere Dienstleistungen im Projekt
Eckdaten zum Projekt
Auftraggeber: Fachstelle Naturschutz Kanton Zürich
Referenzperson: Barbara Krummenacher
Bearbeitungszeitraum: 2024